Was die Digitalisierung für beendet erklärt, erweist sich in der Kunst als erstaunlich lebendig. Papier trägt Ideen, macht Prozesse sichtbar und wird selbst zum Material für Objekte und Installationen. Es ist leicht, nahezu immer verfügbar und lässt sich auf schier unendliche Art und Weise bearbeiten. Kein Wunder also, dass Papier nach wie vor zu den wandelbarsten und unverzichtbarsten Materialien in der Kunst zählt.
Ort:
Heidberg 15, 18273 Barlachstadt Güstrow
LEIHGEBER:
Sammlung Klewan
KÜNSTLERINNEN & KÜNSTLER:
Pablo Picasso, Renée und Thomas Rapedius
Kuratorin:
Christin Sobeck, M. A.
AUSSTELUNGSFÖRDERER:
Wohnungsgesellschaft Güstrow, Hagebaumarkt Güstrow
Medienpartner:
Werbeagentur Wosch

Ausstellungsansicht mit Arbeiten von Thomas & Renée Rapedius © Ernst Barlach Stiftung, Foto: André König
Mit Arbeiten von Pablo Picasso (1881-1973) und den Berliner Künstlern Renée (*1973) und Thomas Rapedius (*1975) lässt die Ausstellung Arbeiten auf und aus Papier aufeinandertreffen und zeigt, wie unterschiedlich das Material künstlerisch gedacht und genutzt werden kann.

Pablo Picasso, Der blinde Minotaurus wird von einem kleinen Mädchen durch die sternendurchleuchtete Nacht geführt (aus: Suite Vollard, Nr. 97), 1934, Radierung © Sucession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2026
“DIE AUSTELLUNG OFFENBART, wie papier als eher unscheinbareR ROHSTOFF zwischen den händen von künstlern zu sprechen beginnt.”


Pablo Picasso, Frauenporträt mit Rüschenkragen: Marie-Thérèse Walter, 1939, Aquatinta © Sucession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Franz Hubmann, Picasso, 1957, s/w Fotografie, signiert, verso signiert und gestempelt, Foto: Franz Hubmann
Für Picasso war Papier oft der Ausgangspunkt für seine unerschöpfliche Innovationskraft. In Zeichnungen und Druckgrafiken testete er neue Techniken, brach mit Sehgewohnheiten und entwickelte seine Bildsprache stetig weiter. So schuf er eines der umfangreichsten grafischen Œuvres des 20. Jahrhunderts. Mit Arbeiten aus der Sammlung Klewan macht die Ausstellung einen Zeitraum von über drei Jahrzehnten in Picassos grafischem Werk sichtbar.
Auch in den Arbeiten von Renée und Thomas Rapedius spielt Papier eine zentrale Rolle. Neben Zeichnungen und Fotografien reicht ihre Erkundung bis in den Raum hinein, sogar bis hin zur Imitation des Materials. In Resonanz mit Picassos Arbeiten zeigt die Ausstellung Papier in seiner ganzen Vielfalt: als Fläche und Körper, als Träger und Objekt, als Material und Illusion.

Pablo Picasso, Die Frau im Sessel, 1947, Farblithografie © Sucession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Thomas & Renée Rapedius © Thomas & Renée Rapedius/VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Rapedius, O.054, o. J., Laser-Drucke auf Papier © Thomas & Renée Rapedius/VG Bild-Kunst, Bonn 2026
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