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Kuratorinführung: Johanna Schütz-Wolff & Gerhard Marcks

16.08. | 14:0015:00
€2

Welche Möglichkeiten hatte eine Frau in den 1920er-Jahren, ihre Kunst zu verfolgen und welche ein Mann? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Ausstellung und führt mitten hinein in eine Geschichte von ungleichen Chancen, politischer Verfolgung und künstlerischem Mut.

Johanna Schütz-Wolff (1896–1965) und Gerhard Marcks (1889–1981) lehrten beide an der renommierten Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle – und doch hätten ihre Wege kaum unterschiedlicher sein können. Marcks wurde die Bildhauerei anvertraut, Schütz-Wolff der Aufbau der Textilklasse, obwohl sie keinerlei Weberfahrung besaß. Sie behauptete sich dennoch und fand eigene Wege, ihren künstlerischen Anspruch zu verwirklichen. Die Kunstpolitik der Nationalsozialisten traf beide schwer: Marcks‘ Werk wurde als „entartet“ verfemt, Schütz-Wolff zerstörte in einer einzigen Nacht 13 ihrer frühen Bildteppiche – aus Angst vor Verfolgung.

Kuratorin Dr. Magdalena Schulz-Ohm führt durch die Ausstellung und erzählt von Rollenbildern und Widerstand, von dem, was Kunst unter Druck bedeutet, und von zwei Künstlern, die auf verschiedene Weise nach künstlerischer Freiheit suchten.

Details

  • Datum: 16.08.
  • Zeit:
    14:00–15:00
  • Eintritt: €2
  • Veranstaltungskategorie: