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Eröffnung: Landesweite Kunstschau Mecklenburg-Vorpommern

10.05. | 15:0017:00
Kostenlos

Unter dem Titel HOCHSTAPELN findet vom 10. Mai bis 12. Juli 2026 in den Ernst Barlach Museen Güstrow und der Städtischen Galerie Wollhalle die 36. Landesweite Kunstschau des BBK M-V statt.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Beobachtung, dass unsere Lebensräume durch Schichtung entstehen: Funktionen, Erinnerungen, Erwartungen und Bedeutungen überlagern sich und verdichten sich zu Räumen, die wir bewohnen, durchqueren und erleben.„Hochstapeln“ versteht diese Verdichtungen nicht nur als bauliche oder räumliche Phänomene, sondern als Prozesse, die Wahrnehmung, Zugang und Teilhabe strukturieren.

Raum als Erfahrung, Situation oder Prozess

In der zeitgenössischen Kunst wird Raum häufig selbst zum Material. Er wird nicht lediglich dargestellt, sondern als Erfahrung, Situation oder Prozess erfahrbar gemacht. Der erweiterte Raumbegriff umfasst dabei auch soziale Gefüge, Machtstrukturen und Fragen der Sichtbarkeit – insbesondere dort, wo Verdichtung in Ausgrenzung umschlägt oder Zugänge ungleich verteilt sind.

Vor diesem Hintergrund begreift die Ausstellung die gebaute Umwelt nicht als neutrale Kulisse, sondern als Teil kultureller und gesellschaftlicher Prozesse. Planung, Aneignung und Nutzung von Raum sind gesellschaftliche Entscheidungen, in denen sich unterschiedliche Lebensrealitäten widerspiegeln – etwa im Spannungsfeld zwischen städtischen und ländlichen Räumen sowie im Hinblick auf die Erreichbarkeit kultureller Infrastruktur in peripheren Regionen. In Anlehnung an die Davoser Erklärung zur Baukultur (2018) wird Bauen als kultureller Akt verstanden, der Räume für Kultur schafft und bewusst öffnen muss.

„Hochstapeln“ versteht Kunst als Reflexionsraum

„Hochstapeln“ versteht Kunst als Reflexionsraum innerhalb gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Gesucht werden künstlerische Positionen, die bestehende Raumordnungen und Machtverhältnisse befragen, Wahrnehmung schärfen und alternative Lesarten von Raum eröffnen – auch dort, wo öffentliche Räume als Konfliktzonen verhandelt werden. Im Fokus stehen nicht planerische oder architektonische Lösungen, sondern künstlerische Haltungen.

Eingeladen wird dazu, Raum nicht als gegeben hinzunehmen, sondern als etwas zu begreifen, das gestaltbar ist – und das zugleich Wahrnehmung und Handeln formt.

Die Ausstellungzeigt Werke von 50 Künstlerinnen und Künstlern und wird von der Kunsthistorikerin Dr. Maryna Streltsova kuratiert.

Vielfältige künstlerische Ausdrucksformen wie Malerei, Objekte, Installationen, Per­formances und ortsspezifische Interventionen werden präsentiert.

Förderung und Unterstützung:
Die Ausstellung 36. Landesweite Kunstschau  ist ein gemeinsames Projekt mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Mecklenburg-Vorpommern e. V. (BBK M-V e.V.) 2026.

Schirmherrschaft: Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig und wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ernst Barlach Museen Güstrow werden gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, dem Landkreis Rostock und der Barlachstadt Güstrow.

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